Entschädigung

Die „Heimkehrer-Bescheinigung“ von Karl Paulmaier listet Geldzahlungen aus dem Jahr 1956 auf.
Die „Heimkehrer-Bescheinigung“ von Karl Paulmaier listet Geldzahlungen aus dem Jahr 1956 auf. (Bild: Familienbesitz)

Karl Paulmaier spricht über seine Angst vor russland

Als „Heimkehrer“ erhält Karl Paulmaier finanzielle Unterstützung von staatlichen Stellen. Wegen der gesundheitlichen Folgen von Krieg und Gefangenschaft gilt er als erwerbsvermindert und bekommt eine Ausgleichsrente. Paulmaier hat nie ein Interesse daran, seine Verurteilung zu 25 Jahren aufheben zu lassen. Als der russische Staat in den 1990er-Jahren ein Gesetz zur Rehabilitation politisch Verfolgter beschließt, das auch für deutsche Kriegsgefangene gilt, stellt er keinen Antrag. Die Angst vor „den Russen“ wird er jedoch nie ganz los. Im Interview erzählt er 1999: „Es kann sein, dass die Papiere mit den 25 Jahren bei denen immer noch irgendwo liegen. Darum habe ich gesagt: Ich gehe nie nach Russland. Ich habe immer gedacht, die würden mich schnappen und behalten.“

17 – Keine Reise nach Russland

Paulmaier erzählt, dass er nie in Russland Urlaub machen wird. Noch immer hat er Angst, dass ihn die Russen einsperren könnten.

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Themen-Artikel: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion