Schmuggelgeschäfte

Pferdewagen
Pferdefuhrwerke sind auch im russischen Winter wichtige Transportmittel. (Bild: Bundesarchiv)

Karl Paulmaier spricht über einen dreisten Diebstahl und einen besonderen Bewacher

Wer es versteht, zusätzliche Lebensmittel zu organisieren, hat von Anfang an bessere Überlebenschancen im Lager. In manchen Arbeitskommandos können Kriegsgefangene Güter nach draußen schmuggeln und an sowjetische Bürger verkaufen – teils mit Unterstützung ihrer Bewacher. „Wenn ich Gelegenheit gehabt habe, irgendetwas zu klauen, habe ich es gemacht“, sagt Karl Paulmaier. Er erzählt, wie er und seine Mitgefangenen in Swerdlowsk beim Bau eines Hauses zwei Mal das gesamte Bauholz des Dachstuhls verkauft haben. Als Paulmaier im Kaukasus in einer Mühle arbeitet, klauen die Gefangenen säckeweise Mehl und verkaufen es auf einem nahen Markt.

10 – Das ganze Bauholz verkauft

Paulmaier erzählt, wie er auf einer Baustelle eingesetzt wird. Weil zwei Mal das komplette Holz für den Dachstuhl verschwindet, erscheint eine Untersuchungskommission. Paulmaier hat Glück.

11 – Mehl abgezweigt

Paulmaier erzählt, wie er auf einer Mühle das „tollste Leben“ gehabt hat. Der sowjetische Bewacher sagt zu den dort eingesetzten Gefangenen: „Ihr könnt klauen, nur nicht erwischen lassen.“

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Themen-Artikel: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion