Tötungen

Schnee Symbolbild
Viele deutsche Kriegsgefangene sterben im sibirischen Eis. (Bild: Wikipedia)

Karl Paulmaier spricht über die Brutalität im Lager und eine Streikaktion

Deutsche Kriegsgefangene sind in den sowjetischen Lagern keiner gezielten Vernichtung ausgesetzt. Allerdings kommt es vereinzelt auch zu Tötungen durch sowjetische Wachposten. Karl Paulmaier erzählt, wie während des Marsches zum Arbeitseinsatz in Swerdlowsk plötzlich Wachleute das Feuer eröffnen. Sechs Deutsche sterben – es heißt, sie seien „auf der Flucht“ erschossen worden. Laut Paulmaier war es eine Racheaktion, weil sich Kriegsgefangene geweigert hatten, private Gegenstände für die Bewacher anzufertigen.

In den Lagern herrscht ein Klima der Gewalt und Rache. Es kommt auch vor, dass deutsche Gefangene sowjetisches Lagerpersonal töten. In Workuta erlebt Paulmaier, wie ein Wachposten einer Gruppe Gefangener mit der Brechstange droht, weil sie nicht arbeitet. Ein Gefangener erschlägt den Posten daraufhin von hinten mit der Stange – die Leiche wird fortgeschafft. Die Gewalt richtet sich auch gegen vermeintliche „Verräter“: Kurz vor der Entlassung wird ein Deutscher ermordet und in der Klogrube versenkt. Paulmaier hat noch Jahrzehnte später Verständnis für die Mordaktion: „Der hat alle anderen beim Russen verkauft.“

12 – Schießerei und Streik

Paulmaier erzählt, wie eines Abends Wachposten das Feuer eröffnen – mehrere Gefangene sind tot. Da tritt das komplette Lager in einen Streik. Was werden die Sowjets tun?

13 – Tötung eines Wachpostens

Paulmaier erzählt, wie ein Wachposten die Gefangenen zur Arbeit antreibt und kurzerhand erschlagen wird. Auch ein Deutscher, der als „Verräter“ gilt, wird ermordet.

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Themen-Artikel: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion