Zwangsarbeit

Bergmänner
Schwerstarbeit unter Tage: Im Schacht müssen die Kriegsgefangenen Kohle fördern. (Bild: Bundesarchiv)

Karl Paulmaier spricht über seine Arbeit und Workuta

Das sowjetische Lagersystem dient dazu, die Arbeitskraft der Gefangenen auszubeuten. Auch deutsche Kriegsgefangene müssen Zwangsarbeit leisten. Die Zuteilung von Lebensmitteln und später Geld ist an die Erfüllung der Arbeitsnormen gekoppelt: Wer zu schwach ist, die Vorgaben zu erfüllen, bekommt weniger Essen, viele Gefangene sterben deshalb. Karl Paulmaier arbeitet zunächst in der Landwirtschaft. Nach seiner Verurteilung baut er 1949 in Swerdlowsk eine Röhrenfabrik mit auf. Im Straflager Workuta schuftet er 1953/54 monatelang im Kohleschacht. Im Asbest-Lager 476 muss er in einem Steinbruch den gesundheitsschädlichen Asbest abbauen. Viele Gefangenen haben dort schwere gesundheitliche Probleme. Auch Nerven- und Gemütskrankheiten breiten sich aus.

8 – Arbeit auf der Kolchose

Paulmaier erzählt von der Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb: Auf der Kolchose haben die Gefangenen ein relativ angenehmes Leben.

9 – Im Kohlenschacht

Paulmaier erzählt vom sibirischen Lager in Workuta. Dort muss er in den Kohleschächten arbeiten. Am Abend hat er Schwierigkeiten, aus seinen Gummistiefeln herauszukommen.

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Themen-Artikel: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion