Verurteilung

Sowjetische Gefangenenakte von Karl Paulmaier, Deckblatt.
Sowjetische Gefangenenakte von Karl Paulmaier. (Bild: Dokumentationsstelle Dresden)

Karl Paulmaier spricht über seine Verhaftung und Verurteilung

Im Herbst 1948 bereiten die Behörden Massenverurteilungen von Kriegsgefangenen vor. Auch Karl Paulmaier wird verhaftet und in eine Arrestzelle gesperrt. Die Ermittler fahren mit ihm in ein Dorf bei Melitopol, in dem Angehörige der 101. Jägerdivision während des Zweiten Weltkrieges ein Massaker an der Bevölkerung verübt haben. Paulmaier gehörte dieser Einheit an, nach eigener Aussage war er zu diesem Zeitpunkt allerdings längst beim Artillerieregiment 85 abgestellt. Ein Zivilist sagt jedoch aus, Paulmaier sei bei den Erschießungen dabei gewesen. Das Militärgericht in Rostow am Don sieht in ihm folglich einen „Kriegs- und Gewaltverbrecher“: Am 18. August 1949 wird Paulmaier zu 25 Jahren „Besserungsarbeitslager“ verurteilt.

6 – Die Verhaftung

Paulmaier erzählt, wie er eines Tages verhaftet wird. Die Ermittler fahren mit ihm in ein Dorf. Dort sagt ein Zeuge aus, Paulmaier sei hier bei einer Erschießung dabei gewesen.

7 – Die Verurteilung

Paulmaier erzählt, warum er schon vorher wusste, wie lange er Gefangener bleiben sollte. In seiner Gefängniszelle findet er ein Schachspiel – mit einer schockierenden Botschaft.

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Themen-Artikel: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion